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Feuerland: Der südlichste Punkt unserer Weltreise

Eines können wir jetzt schon mit Sicherheit sagen – nach knapp 2 Monaten haben wir einen ersten kleinen Meilenstein erreicht: den südlichsten Punkt unserer gesamten Weltreise. Unsere Hoffnung von Ushuaia, der südlichsten Stadt der Welt, einen Last-Minute Trip per Expeditions-Schiff in die Antarktis zu buchen hat sich leider nicht materialisiert, da es keine passenden Angebote gab und wir zu Normal-Preisen dankend Abstand genommen haben von dieser Idee. Daher geht es von jetzt an die nächsten 2 Jahre voraussichtlich nur noch gen Norden und damit zunächst sukzessive auch in wärmere Gefilde.

Feuerland ähnelt in weiten Bereichen der Gras-Steppe Patagoniens, erst ganz im Süden kommen Berge, Seen, Gletscher und machen es sehr interessant und einzigartig. Die Baumgrenze liegt bei circa 600 Höhenmeter und trotz sehr sommerlicher Temperaturen (um die 15°C) liegt auf den Bergen noch viel Schnee. Wir machen verschiedene Wanderungen mit tollen Blicken auf den Beagle Kanal und teilweise bis zum Kap Horn und versuchen so gut wie möglich den zahlreichen Touristen im Nationalpark Tierra del Fuego aus dem Wege zu gehen – diese werden teilweise in großen Überlandbussen herangekarrt was natürlich nicht so unser Ding ist. Auch hier hatten wir, wie schon am Perito Moreno Gletscher zuvor, etwas Probleme mit Shujaa in den Nationalpark hineinzukommen. Erst waren die Straßen angeblich für uns zu klein, dann dürfen 3-Achser vermeintlich dort nicht fahren…. Immer kommen neue Argumente. Man will scheinbar den Individualverkehr zu Gunsten des großen Bedarfs an Massentourismus einschränken, die Zukunft wird zeigen ob dies eine richtige Prioritätensetzung ist. Schlussendlich konnten wir den Ranger dann aber mit Verweis auf unsere Fahrfähigkeiten und was wir so bisher alles schon gemeistert haben doch überzeugen uns Einlass zu gewähren.

In Ushuaia waren wir dann noch in einem richtig tollen Lokal essen: Im Küar. Karin hatte mir letzte Weihnachten ein selbstgemachtes Buch mit sehr guten Restaurants in Südamerika geschenkt, verbunden mit einem Restaurantbesuch pro Land. Und hier hatten wir eine erste Einlösung.

Ein Besuch der Estancia Haberton, malerisch am Beagle Kanal gelegen und vor knapp 150 Jahren von einem Engländer aufgebaut, rundete unseren insgesamt siebentägigen Aufenthalt auf Feuerland ab. Wir hätten uns Feuerland welches nur circa 1.000 km von der Antarktis entfernt liegt nicht so lieblich und mild vorgestellt – aber hatten sicher auch viel Glück mit dem Wetter.

Nun haben wir schon über 10.000 km in 7 Wochen. Mehr km und weniger Zeit als geplant – aber was ist schon ein Plan. Obwohl sich das viel anhört, nehmen wir uns die Zeit für alles was uns wichtig ist, bleiben stehen und genießen die Landschaft und die Gegend. Wir sind schon gespannt, wie sich das weiterentwickelt. Wir hörten von anderen Weltreisenden, dass das wohl ein Anfangsphänomen ist.

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