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Entlang der patagonischen Atlantik-Küste gen Norden

Auf der Fahrt von Feuerland immer entlang der Atlantikküste gen Norden lernen wir, was zum einen extremer Wind und zum anderen endlose Weiten (man kann es auch Eintönigkeit oder – für die Insider – „Shit Forest“ nennen) bedeutet. Die extremen Spurrillen auf der von vielen LKWs befahrenen N3 macht das Vorankommen zusammen mit den starken Winden schwierig und ermüdend: jedes Mal wenn uns ein LKW entgegenkommt muss ich anschließend meinen Außenspiegel wieder ausklappen, so groß ist der Gegendruck des Windes. Positiv ist, dass es mit jedem Kilometer wärmer wird und das Wetter nach wie vor sehr schön ist.

Wir stoppen in verschiedenen Nationalparks (Monte Leon, Cabo dos Bahias), fahren an tolle und einsame Strände (Circuito Costera bei Puerto San Julian, Playa Isla Escondida) und besichtigen einen beindruckenden über 150 Mio. Jahre alten versteinerten Wald. Damals, als es noch keine Anden existierten, die das feuchte Klima vom Pazifik abhielten, gab es hier Urwälder mit über 100 Meter hohen, riesigen Bäumen und die größten Dinosaurier unserer Erde lebten hier. Dann verschoben sich die tektonischen Platten, starke Winde entwurzelten die Bäume und die entstehende Vulkanaktivität mit ihrer Asche und den darin enthaltenen Mineralstoffen (insbesondere Silizium) führten zu einer „Versteinerung“ dieser Bäume.

Wie schon vor über 6 Wochen bei unserer Fahrt gen Süden faszinieren uns erneut die Pinguine sowie die See-Löwen. Alle Tiere sind sehr fotogen und überhaupt nicht kamerascheu und so haben wir viel Spaß diese Tiere zu beobachten.

Außerdem finden wir hier die Ruhe und die Zeit auch mal unsere Vorderreifen zu tauschen, damit wir sie gleichmäßig abfahren. Zum Glück klappt das wie am Schnürchen.

6 Kommentare

  1. Bin gerade dabei Euren Bericht über Chile/Argentinien zu lesen und fühle mich so zurückversetzt in das Jahr 2011, unglaublich, was für Gefühle in einem ausgelöst werden, wenn man von Routen und Orten liest, an denen man selbst schon gewesen ist und unvergessliche Eindrücke gesammelt hat. Wunderschön, danke für diese tollen Berichte!

    1. Schön, dass Dir das gefällt. Das freut uns!

  2. Bin begeistert! (….Und schon auch durchaus etwas neidisch…) – Aber nun zu dem Bild letzte Reihe links unten (der Reifenwechsel) – ist das echt? So ein Ding ist schwer…, und dann noch ohne Felge… Ich will starken Frauen gewiss viel zutrauen, aber ein Lkw-Reifenwechsel ohne Felge, in freier Wildbahn…?!?!? Verstehe nicht… – Trozdem herzliche Grüße aus dem kalten, dunklen Berlin, Christoph

    1. Hallo Christoph,

      danke für Dein Interesse und dass Dir der Blog Spaß macht. Natürlich sind wir hier auch eine Antwort schuldig 😉

      Ja, der Reifen wiegt 180 kg, aber solange er aufrecht steht ist das kein Problem. Und natürlich macht Oliver das Meiste der Arbeit und ich assistiere, aber man muss schon zu zweit sein. Und das klappt super, da sind wir schon sehr eingespielt.

      Liebe Grüsse
      Karin & Oliver

      1. Danke! Ich wünsche Euch NULL Plattfüße!!!! Aber derartige Dinger halten wohl sehr viel aus… – Und wie lang darf die Strecke sein bis sie abgefahren sind? 200.000km / 300.000 km?!?
        Gute Weiterreise, Christoph

        1. Viiiiieeel weniger …. aber das kommt auf viele Faktoren an. Das kann man so pauschal nicht beantworten.

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