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Wale, Wale und nochmals Wale

 

 

Nach insgesamt doch 1.600 km in 3 Tagen, fuhren wir nach einem Versorgungszwischenstopp in Puerto Madryn zügig auf die Peninsula Valdez und dort direkt zum Whale Watching Hotspot zu dieser Jahreszeit: der Punta Pardelas. Dort sind im Oktober/November viele Mütter mit ihren Frischgeborenen im seichten Wasser des Golfo Nuevo unterwegs. Abends kurz vor Dunkelheit nach erster anspruchsvoller Pistenfahrt (wir wollten abkürzen – der alte Optimierungs-Trieb ist doch noch etwas da) kamen wir an und konnten bei unserem Sun-Downer Spaziergang gleich die ersten Wale beobachten.

Am nächsten Morgen, ich wollte gerade aussteigen, sah ich eine Wal Mutter samt Nachwuchs nur circa 20 Meter vom Ufer entfernt. Natürlich wurde direkt die Kamera geholt, das Tele aufgeschraubt und los ging die Foto-Session. Nach unserem Frühstück, Sportprogramm und einer ausgedehnten Wanderung, genossen wir unseren ersten autofreien Tag. Nachmittags schaute ein großes Walpärchen noch bei uns vorbei. Wir parkierten Shujaa noch näher an der Wasserlinie in der Hoffnung am nächsten Morgen vom Schnauben der Wale rechtzeitig fürs nächste Fotoshooting geweckt zu werden. Ein absoluter Traumtag ging zu Ende. Alleine die Geräusche der Wale sind so beeindruckend und gleichzeitig so entspannend: das Grunzen beim Auftauchen, das Schnauben beim Ausatmen und die darauffolgenden Fontänen, das Klatschen der Flossen auf das Wasser und der laute Knall beim Auftreffen auf die Oberfläche nach einem Sprung. Nachts weckt uns jedoch zunächst nicht das Schnauben der Wale sondern ein starker Sturm der Shujaa gehörig durchschüttelte.

Am nächsten Tag baute der Sturm noch an Stärke auf, wir entschieden uns daher nach erneutem morgendlichen Whale-Watching zu einer Tagesrundfahrt über die gesamte Halbinsel Valdez  – immerhin 260 km – und sahen Seelöwen, Seeelefanten und auch Pinguine; letztere leider im Rahmen eines Estancia Besuches für wahnsinnige 45 € pro Person. Im Nachgang ärgerten wir uns sehr über das ausgegebene Geld, da wir sicher noch viele Pinguine „kostenfrei“ sehen werden. Dies zeigte uns aber auch, dass wir auf der Weltreise von unserem aus anderen Urlauben gewohnten, „effizienten Mitnahme-Modus“ wegkommen müssen. Auch die landschaftlichen Reize dieser insgesamt sehr kargen Insel zogen uns in den Bann. Abends fuhren wir wieder an unseren mittlerweile gut bekannten Stellplatz an der Punta Pardelas und entschieden uns spontan einen weiteren fahrfreien Tag mit Wandern, Sport und Whalewatching zu verbringen – weil es so schön war. Auch wenn es sicher nach 1,5 Wochen auf Weltreise zu früh ist über Highlights der Weltreise zu philosophieren, die Peninsula Valdez ist sicher ein heißer Anwärter.

3 Kommentare

  1. Saaagenhafte Fotos, bin gespannt was noch alles kommt,. Freue mich für euch.

    Bis neulich

    DonRon von HH

    1. Danke Ronny, finden wir super, dass es Euch gefällt. Bussi nach HH.

  2. Absolut paradiesisch!!!

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