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Montenegro und Kroatien: Zurück in der europäischen Zivilisation

Nachdem wir Albanien verlassen haben, hat uns die europäische Zivilisation zurück: nicht nur das Preisniveau steigt deutlich (insbesondere Kroatien hat teilweise unverschämte Preise für alles Mögliche) sondern auch die Anzahl der, glücklicherweise meist in Gegenrichtung fahrenden, Camper nimmt schlagartig zu, als logische Konsequenz gibt es fast überall Wild-Camping Verbote! Uns wird erneut bewusst, wie privilegiert wir in den letzten zwei Jahren waren und unsere Weltreise trotz Corona fast ohne Restriktionen wie geplant fortsetzen konnten… und dies fast ohne andere Reisende. Diese Zeit ist jetzt leider vorbei und, insbesondere in Europa, ist individuelles und einsames Reisen abseits der üblichen Routen, so wie wir es mögen, durch den ganzen Van-Life Hype nicht einfacher geworden… auch schon in der Vorsaison.

So versuchen wir uns an den positiven Seiten zu erfreuen: gute Infrastruktur, nette Restaurants, gepflegte und gut restaurierte Hafen- und Altstädte, wenig Dreck – also ein komfortables und sorgenfreies „easy going“ Reisen. Die Bucht von Kotor in Montenegro wunderschön, Dubrovnik einzigartig, die Insel Korcula noch erstaunlich ursprünglich mit guten Wildcamping Möglichkeiten an einsamen Buchten. Split, Trogir und Sibenik: hübsche Städtchen und die Wasserfälle von Krka ein tolles Naturerlebnis. Um den Touri-Busladungen aus dem Weg zu gehen, besichtigen wir die Plitvicer Seen am frühen Morgen…. eine richtige Entscheidung, denn als wir zurückkommen ist der Busparkplatz komplett voll.

Wieder einmal sind wir schneller als geplant unterwegs, besuchen noch unsere guten Freunde in Kärnten, laden in München unsere zahlreichen bestellten neuen Sachen für die nächste Weltreise-Etappe ein und bringen dann Shujaa zu seinem verdienten MAN-Service.

Nach sieben Monaten und 35.000 km geht eine tolle Middle-East Reise zu Ende: Highlights waren sicher der Iran, der Oman und das noch völlig untouristische Saudi-Arabien. Auch unser Wüsten-Faible hat sich weiter verstärkt. Leider auch unsere Erkenntnis, dass in der Post-Corona / Van-Live Community Ära das Reisen in Europa für unsere Bedürfnisse nicht unbedingt reizvoller geworden ist. Aber die Welt ist ja glücklicherweise sehr groß und es gibt noch viel für uns zu entdecken: Ende Juli werden wir nach Kanada verschiffen und dann den nordamerikanischen Kontinent einschließlich Alaska und Zentral-Amerika in Angriff nehmen. Das Abenteuer geht weiter!

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