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Zusammenfassung: Iran

6.419 km in 36 Tagen: Bei der Grenzdurchfahrt verschrammen wir uns tatsächlich unsere  Astabweiser am Dach wegen einer Baustelle und eines schrägen Sonnendachs. Ansonsten funktioniert alles wunderbar – trotz Visa-Stopp für Touristen und unserer Einreise mit einem Medizin-Visum. Unser erster Basarbesuch in Täbris ist sehr authentisch. Hier soll es die schönsten Teppiche des Landes geben, was wir zunächst noch sehen müssen. Der Urmia Salzsee, der ursprünglich einmal das zehnfache des Bodensees maß, ist nun aufgrund Wassermangels fast nicht mehr See zu nennen, die Salzablagerungen sind jedoch malerisch. Im Elburs Gebirge fahren wir über das Alamut Tal eine halsbrecherische Straße zum Kaspischen Meer hinunter und sind völlig begeistert, ob des zauberhaften und zugleich schroffen Gebirges in malerisch herbstlicher Vegetation. An der eher enttäuschenden kaspischen Küste sehen wir verkommene Häuser der alten Pracht und über 50 km nur verbaute Gegenden. Die Rückfahrt durch das Elburs Gebirge nach Teheran ist ebenso spektakulär und wir sehen den ersten Schnee des nahenden Winters. Die Hauptstadt Teheran ist mit dem Lkw schlichtweg mörderisch. Der Verkehr ist Stress pur, dennoch sehen wir uns die Paläste an und sind begeistert, ob der feinen Ornamentik und Spiegeln. Die Grabstätte Fatimas in Qom ist eine wichtige Pilgerstädte für Muslime und ist beeindruckend, vor allem am Freitag, wenn viele Einheimische zum Beten kommen. Wir fahren weiter in die bezaubernde Kleinstadt Kashan. Wir verbringen mit Freunden zwei inspirierende Tage und genießen dort das einheimische Leben, die schönen Häuser, Kunst und Kultur. Isfahan hält was es verspricht. Hier erleben wir eine atemberaubende Baukunst und überwältigende Moscheen. Ein Höhepunkt ist die antike Stadt Persepolis, die uns durch ihre unübertrefflichen Malereien und Verzierungen begeistert. Die Gärten in Shiraz und die Berge um die Stadt sind absolut sehenswert. Leider haben wir einen kleinen Unfall in der Stadt, aber das war schon fast klar – so wie die Iraner Auto fahren. Unser Höhepunkt ist eine einsame Tour durch die Wüste Lut mit all ihren Schattierungen von Stein über Sand und den Felsformationen Kaluts. In Bandar Abbas schließlich verschiffen wir unseren Shujaa nach VAE. Die Unmengen an wunderschönen Moscheen und Mausoleen, die atemberaubende und wilde Natur, die teilweise aussieht wie aus einem Märchen entsprungen, aber vor allem die unfassbar hilfsbereiten und liebevollen Menschen machen dieses Land unvergleichbar. Leider gibt es die Geheimpolizei, die ab und zu an die Tür klopft und einem zu verstehen gibt, dass sie ein Auge auf uns haben. Aber ein guter Ausgleich dazu ist, dass der Liter Diesel nur sechs €-Cent kostet.

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