2017ChileStädteSüdamerika

Reise-Erholung im Weingebiet Colchagua und zwei interessante Städte

Nachdem die letzten 1,5 Wochen sehr turbulent und anstrengend waren (siehe das Versenken von Shujaa in der Laguna Llancanelo) benötigen wir dringend ein paar Tage „erlebnisfreie Zeit“ und fahren daher zunächst einmal von der Grenze Argentinien/Chile direkt an Santiago vorbei ins ca. 200 km südlich gelegene Weinanbaugebiet „Colchagua Valley“. Dort treffen wir gute Freunde von uns, die über den Jahreswechsel für 4 Wochen Chile besuchen, und genießen ein ganz anderes Leben: toll Essen gehen, Degustation von exzellenten Weinen und einfach mal nichts tun. Karin freut sich besonders ihre langjährige, sehr gute Freundin wieder zu sehen.

Auf der Bodega Viu Manent haben wir einen schönen Stellplatz direkt an den Reben, es gibt ein traumhaftes Restaurant, Karin entdeckt ihre alte Passion zu Pferden und Reiten wieder und es gibt auch gutes WiFi bzw. 4G Internet (für uns keine Selbstverständlichkeit mehr). Wir telefonieren bzw. skypen mit guten Freunden. Nach vier Tagen Nichtstun und auch die Ladekapazitäten für Weinvorräte von Shujaa sind mittlerweile erschöpft, so dass wir keine weiteren Einkäufe mehr tätigen können, brechen wir auf nach Valparaiso…. der hügeligen und verruchten Hafenstadt am Pazifik.

Sie gilt als die schönste und interessanteste Stadt in Chile. Der Blick von den Hügeln und die besondere Atmosphäre dieser Stadt verbreiten viel Charme. Das Highlight ist jedoch das Silvesterfeuerwerk – ohne es geplant zu haben, erfahren wir, dass es hier (angeblich) das größte Neujahrs-Feuerwerk Südamerikas gibt und mehr als eine Millionen Menschen zu Silvester in die Stadt kommen zum Feiern. Dementsprechend ist auch „Party everywhere“ angesagt. Da wir einen Stellplatz auf einem Parkplatz an der Strandpromenade etwas außerhalb bekommen haben, können wir das Spektakel quasi von der Haustür aus mitbekommen. Nachdem unser Heiligabend doch vom Umfeld und Atmosphäre sehr überschaubar verlaufen ist, haben wir hier voll den Joker gezogen. Das Feuerwerk ist wirklich gigantisch. Wo wir sonst immer nur ein Feuerwerk sehen, sind hier parallel und synchron sieben nebeneinander an der Küste bis zum Nebenort Vinia del Mar zu bestaunen.

In den folgenden Tagen organisieren wir noch einen Stellplatz am Flughafen für unseren geplanten Flug zu den Osterinseln (mit 3,90 Höhe kann man ja nicht einfach in die Tiefgarage fahren), machen kurz einen Stopp bei MAN in Santiago für ein paar Kleinigkeiten und schauen uns Santiago an.

Santiago de Chile ist eine Megacity mit 6 Millionen Einwohnern, die wir normal eher umfahren sollten, aber natürlich wollen wir auch Städte besichtigen. Und was sollen wir sagen – wir sind begeistert, obwohl es nicht „die“ Sehenswürdigkeit gibt. Wir hätten nicht erwartet, dass die Stadt so grün, so gepflegt und so kosmopolitisch ist. Die Städte, die wir bisher in Südamerika gesehen haben, inklusive Buenos Aires, waren eher etwas „hinterher“. Wir sind durch die Straßen geschlendert, haben im Villenviertel Providencia und Las Condes die modernen Menschen und die schönen Häuser bestaunt, das übliche Sightseeing-Programm gemacht (z. B. Plaza de Armas, Cerro Christobal) und sehr gut gegessen. Der Verkehr war auch erträglich, aufgrund moderner Highways und Tunnels, und unser Standplatz am Fuße der Seilbahn auf einem Parkplatz war kostenlos und absolut zu empfehlen, weil ruhig und zentral. So können Städtetrips ab jetzt immer ablaufen.

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