2017ChileLandschaftenSüdamerika

Die Insel Chiloé, erster Materialschwund und das Ende der Panamericana

Wir fahren mit einer Fähre auf die Insel Chiloe, bekannt für seine Holzkirchen, Stelzen-Häusern (Palafitos) und mit Schindeln verkleideten Gebäuden. Hier endete früher der chilenische Süden, sprich die Zivilisation. Die Insel ist nach Feuerland die zweitgrößte Südamerikas und so fahren wir über 600 km auf diesem Fleckchen Erde herum: von wilden Pazifikstränden zu lieblichen Buchten mit Landschaften, die – wenn es nicht gerade regnet – sich prachtvoll blühend bunt in gelb und rot zeigen. Überall dominiert der Fischfang und wir kaufen viel guten und günstigen Fisch. Es herrscht eine ganz spezielle Stimmung – die Chiloten (so nennt man die Einwohner Chiloes in Abgrenzung zu den Chilenen) lieben Ihre Eigenständigkeit.

Wir setzen mit einer 5 Minuten Fähre auch auf die Nachbarinsel Quinchao über, die noch romantischer ist. Noch hügeliger, noch grüner – absolut sehenswert.

Leider bemerken wir abends, dass wir einen Teil unseres Astabweisers am Aufbau – immerhin ein ca. 5 Meter langes Aluminiumrohr – irgendwie verloren haben müssen. Wir rätseln wo und wie dies geschehen konnte, größere Astberührungen hatten wir hier nicht. Eine Auswertung unserer Fotos ergibt, dass dies nur innerhalb der letzten 24 Stunden geschehen sein kann (ich hatte noch ein Foto von Shujaa auf der Fähre nach Quinchao gemacht, da war dieser Teil des Astabweisers noch dran). Also fahren wir am nächsten Morgen die ganzen 200 km des Vortages noch einmal ab, die Augen schmerzen vom Schauen am Wegesrand, wir gehen zur Polizei, zum lokalen Rundfunk (wo eine entsprechende Durchsage im Radio gemacht wird)…. Leider alles ohne Erfolg. Frustriert und müde fahren wir nach Quellon im Süden der Insel, wo wir die nur einmal wöchentlich verkehrende Fähre um 3.00 Uhr morgens wieder an das chilenische Festland nach Chaiten nehmen und dann die Carretera Austral – eine weitere der 10 Traumstraßen der Welt in Angriff nehmen werden.

In Quellon endet außerdem offiziell die Panamericana, die von Alaska über 12 Länder bis nach Süd-Chile führt. Wir werden sie noch mehrmals kreuzen, allerdings ist diese ehemalige Abenteuerpiste heutzutage eine häufig sogar autobahnähnliche Schnellstraße und damit nicht die Art von Piste die wir bevorzugen.

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