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Wasser, Wasser und nochmals Wasser

Nach knapp 2,5 Monaten in Brasilien, steht ganz im Süden unser letztes Highlight an: die Iguaçu Wasserfälle im Dreiländer-Eck Brasilien, Argentinien und Paraguay.

Zunächst besichtigen wir jedoch den Itaipú Staudamm, wo der Rio Paraná über unzählige Kilometer aufgestaut wird – gemäß der bisher produzierten Energie, ist das der größte Staudamm der Welt, jedoch nach Produktions-Kapazität mittlerweile vom Dreischluchten-Staudamm in China überholt worden. Brasilianer und Paraguayer sind mächtig stolz auf dieses Gemeinschaftsprojekt und erwähnen den chinesischen Damm nicht wirklich.

Die brasilianische Seite der Iguaçu Wasserfälle ist recht überschaubar. Wir haben Glück und sind die ersten Besucher morgens. Durch unsere vielen Individualtouren stressen uns viele Touristen mittlerweile richtig. Der Ausblick auf die sich über knapp 2 km Breite hinziehenden Wasserfälle ist spektakulär. Es ist nicht ein Wasserfall, sondern Hunderte, die überall wild in die Tiefe stürzen. Das Wetter ist traumhaft und überall sehen wir in der Gischt Regenbogen. Da wir relativ schnell durch sind, es aber für die Besichtigung der argentinischen Seite samt Grenzübergang doch zu spät ist, machen wir einen kurzen Abstecher nach Ciudad del Este, der zweitgrößten Stadt Paraguays.

Wir gehen zu Fuß über die Freundschaftsbrücke (ohne offiziell aus- und wieder einzureisen) und stürzen uns ins dortige Shopping-Paradies. Viele Brasilianer kommen zum Shoppen hierher, wir finden die Preise nicht so günstig, wie alle sagen, aber die Auswahl an internationalen Luxus-Marken ist insbesondere für südamerikanische Maßstäbe schon beeindruckend.

Die argentinische Seide der Iguaçu Fälle gefällt uns noch besser als die brasilianische: man ist viel näher dran an den Fällen und in dem weitläufigeren Gelände gibt es mehrere Wanderwege – insgesamt wandern wir knapp 10 km. Karin ist völlig begeistert, ob der tosenden Wassermassen, und kaum wegzubringen.

Der Grenzübergang nach Argentinien ist der schnellste auf unserer Südamerika Reise bisher… und mittlerweile haben wir ja auch gut Routine.

Der Tradition folgend, werden wir in der ersten Nacht in einem neuen Land mal wieder von der Polizei besucht. Wie schon zuvor in Bolivien und Ecuador hat wohl auch hier ein Estanzia-Besitzer aus der Nähe die Polizei alarmiert – obwohl wir recht gut versteckt auf einem Forstweg mitten im Wald stehen. Die vier schwer bewaffneten Polizisten sind aber sehr entspannt und nachdem klar ist, dass wir keine Drogenschmuggler aus Paraguay sind, wünscht man uns eine gute Nacht.

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