2018KolumbienLandschaftenProjekteSüdamerika

Sanfthügelige Kaffeeplantagen und imposante Wachspalmen – das zentrale Hochland Kolumbiens

Von der Desierto de Tatacoa (Klapperschlangenwüste) und dem schwülwarmen Tal des Rio Magdalena geht es über einen 3.500 Meter hohen Pass in die berühmte Kaffeeanbauregion rund um Salento. Für 80 km brauchen wir 4 Stunden. Die Hauptverkehrsstraße zwischen Bogota und Cali führt über den Pass und irgendwann gebe ich es auf die extrem langsam bergaufkriechenden LKWs zu überholen…. Es bringt einfach nichts. Die Hoffnung, dass es dann bergab runter schneller geht, verflüchtigt sich dann auch. Auf dem Pass kommt der Verkehr zum Stillstand, da die Straße aufgrund von Hangabrutschen ausgebessert und der Verkehr einspurig umgeleitet wird. In Salento, dem recht touristischen Ort in der Hauptkaffee-Anbau-Region Kolumbiens, kommen wir gerade noch vor Dunkelheit an und finden für die nächsten Tage einen netten Stellplatz im Overlander-Treffpunkt „Hostal La Serrena“.

Wir besuchen verschiedene, herrlich gelegene Kaffeeplantagen und sind immer wieder erstaunt wie unterschiedlich die erhaltenen Informationen zu den gleichen Themen doch sein können. Dann machen wir mit unserem Quad Shujoo einen langen Tagesausflug auf einer wilden, sehr einsamen, Piste in ein benachbartes Tal bis nach Toche, wo wir viele, bis zu 60 Meter hohe, Wachspalmen (die höchste Palmenart weltweit und der „Nationalbaum“ Kolumbiens) sehen. Die Tour ist recht lang und führt zunächst über einen Pass, so dass wir ziemlich frieren, aber der Blick danach und die Natur entschädigt allemal. Am nächsten Tag machen wir im benachbarten Valle de Cocora eine schöne, aber auch extrem schlammige Wanderung. Es ist halt Regenzeit und die Böden sind sehr aufgeweicht, zudem gibt es viele Pferde die fußfaule Touristen das Tal hochtransportieren und den eh schon aufgeweichten Boden weiter aufwühlen. Karin ärgert sich sehr über die geschundene Natur und fühlt mit den armen Tieren.

Salento – genauso wie das benachbarte Filandia – besticht durch seine farbenfrohen Kolonialbauten im Paisa Stil. So hübsche Örtchen haben wir auf unserer ganzen Südamerika-Reise bisher noch nicht gesehen, und alles sieht so sauber und herausgeputzt aus, wie gerade frisch gestrichen und gewischt.

Nach 4 Nächten in der Salento Region zieht es uns weiter gen Bogota. Doch diesmal fahren wir über einen anderen Pass die Zentral-Kordilleren herunter und dann wieder Richtung Ost-Kordilleren hoch. Die Kurven hören nicht mehr auf, aber wenigstens haben wir diesmal freie Fahrt. Aufgrund eines langen Wochenendes herrscht LKW-Fahrverbot und wir werden mehrmals von der Polizei bzw. Militär angehalten und müssen erklären, wieso Shujaa kein LKW ist und wir somit nicht vom Fahrverbot betroffen sind.

Übrigens: Wir haben ein paar neue Videos live gestellt, der „Rest“ aus Argentinien & Chile, Bolivien und unser Rallye Dakar Abenteuer. Viel Spaß!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.