2018HighlightsLandschaftenPeruSüdamerika

Peruanische Küstenwüsten mit atemberaubender Brandung

Der erneute Grenzübergang von Nord-Chile (Arica) nach Süd-Peru (Tacna), den wir schon vor gut einer Woche in die andere Richtung überquert haben, dauert dieses Mal nicht Stunden. Nur werden wir mal wieder unser Obst und Gemüse los, denn auch der peruanische Zoll ist sehr an Shujaa’s Innenleben interessiert und mit Obst und Gemüse scheinen es alle Grenzer nicht so zu haben. Wir hatten es nur in Chile so abgespeichert, aber müssen nun leider doch noch Lehrgeld zahlen.

Nachdem die Vorräte wieder aufgefüllt sind, fahren wir mit unseren frischen Reifen, neu besohlt und entspannt entlang der gut ausgebauten Panamericana gen Norden, biegen jedoch bald wieder an die Küste ab, da die Straße dort viel abwechslungsreicher ist. Immer wieder faszinieren uns die tiefen Flusstäler, die alle 30-50 km von den Anden kommend, viel braunes Schlammwasser aus der immer noch im Altiplano herrschenden Regenzeit ins Meer spülen. Mit dem intensiven Frucht- und Gemüseanbau ist das saftige Grün ein erfrischender Kontrast zur beige-/braunen Wüstenlandschaft. Unterwegs am Straßenrand kaufen wir frisches Obst und extrem leckere Oliven. Abends finden wir traumhafte Stellplätze mit spektakulären Sonnenuntergängen, da die komplette Küstenlinie nach Westen ausgerichtet ist.

Es ist die herbe Wüsten-Landschaft die uns immer wieder fasziniert, mehr als die Totengräber von Chauchilla oder die Geoglyphen von Nazca die wir uns natürlich im Rahmen des „Kulturprogrammes“ ebenfalls anschauen.

Einer der landschaftlichen Höhepunkte unserer ganzen bisherigen Weltreise ist zweifelsohne der Parque National Paracas mit der gleichnamigen Halbinsel. Wir fahren auf sandigen Pisten „hintenherum“ von Ica aus dem Süden kommend hinein, ersparen uns damit überraschenderweise die Eintrittsgebühren, und fahren auf kleinsten Pisten durch den völlig untouristischen, südlichen Teil des Parks. Weiße Dünen und blaues Meer wohin das Auge reicht. Wir kaufen frischen Fisch direkt vom Fischer-Boot, den uns ein Restaurantbesitzer eines kleinen Lokales, bei dem wir leckeres Cevice zu Mittag essen, professionell ausnimmt.
Anschließend geht es in den landschaftlich ebenfalls traumhaften, aber etwas touristischeren Nord-Teil, wo wir steil über den Klippen einen weiteren Traum-Stellplatz, hoch über den Klippen, beziehen. Abends gibt es selbstgemachtes Cevice nach peruanischer Art, wo wir sonst immer ein Rezept unserer lieben Freundin Zoubida machen.

Am nächsten Morgen, wir telefonieren gerade mit meiner Mami, klopft es wild an der Tür…. Ein deutscher Overlander, der sich etliche Kilometer entfernt mit seinem VW-Bus in den Dünen festgefahren hat, Shujaa als geeignetes Bergungsfahrzeug am Klippen-Horizont ausgemacht hat und nun joggend zu uns kam. Wir helfen gerne und das Frühstück fällt daher aus. Diesmal achten wir auch darauf uns beim Bergungs-Manöver nicht selbst in Probleme zu bringen, wie in der sumpfigen Wiese in Bolivien. Alles verläuft problemlos, wir bekommen noch eine tolle Stellplatzempfehlung abseits jeder Piste im Nord-Westen der Halbinsel und nach einer lustigen Sand-/Dünenfahrt erreichen wir schon am späten Vormittag unseren Stellplatz.

Zeit mal wieder Shujoo – unser Quad – auszupacken und die spektakulären Küsten-Dünen zu erkunden. Die Bilder sprechen für sich und wir haben eine tolle Zeit. Auch wenn es erst 15.30 h ist, freuen wir uns schon auf den Sun-Downer und starten mit den ersten Vorbereitungen. Die Sonne geht mit zunehmender Nähe zum Äquator ja mittlerweile schon um 18.30 h unter und da wollen die schönsten Momente des Tages rechtzeitig vorbereitet sein.

3 Kommentare

  1. Liebe Grüsse von Petra und mir aus dem eisigen Frankfurt (-7 Grad).
    Geniesst die Zeit!
    Steffen

    1. Danke Ihr Lieben. Das machen wir bei +33 Grad. 😉

  2. Ist das schön!! Die Bilder sprechen wirklich für sich und atmen das Gefühl von atemberaubender Natur und großer Freiheit. Auch für uns ein toller Start in den heutigen Sonntag… 😊 Seid lieb umarmt aus der Heimat, k&m

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