2018EcuadorLandschaftenSüdamerika

Ecuadors Hochland: Vulkane, Vulkane, Vulkane…

Nach erholsamen Urlaubstagen an der karibisch anmutenden Küste Ecuadors geht es in das klimatisch deutlich angenehmere Hochland. Wie immer ändert sich die Landschaft und Vegetation in faszinierender Schnelle. In Ecuador, aufgrund der geringen Größe, noch schneller im Vergleich zu unseren bisherigen Anden Auf- und Abstiegen. Wir wandern 5 Stunden um die Laguna Quilotoa – einem Vulkankratersee – und kämpfen erneut mit der Höhe: von Meereshöhe auf 4.000 hm in einem Tag stellt eine gewisse Herausforderung für unsere Körper dar. Völlig fertig und durch heftige Gewitterschauer gut durchnässt, kommen wir bei Shujaa an. Karin macht auch noch Bekanntschaft mit einem Blitz durch ihre Wanderstöcke, was zum Glück schwach war und gut ausging, dennoch warf sie sofort alles aus Metall von sich. Abends genießen wir die trockene und kühle Hochlandluft und schlafen erstaunlich gut.

Auf dem Weg zu dem nächsten Spot, schauen wir uns noch eine der ältesten Haciendas Südamerikas an – die Hacienda La Cienega, die sehr romantisch und pittoresk ist.

Auf den Vulkan Cotopaxi bleibt uns leider ein klarer Blick verwehrt, dafür kommen wir auf 4.600 hm in heftiges Schneetreiben und entscheiden uns auf die geplante Wanderung zu verzichten. Dafür ist der authentische Wochenmarkt in Saquisili umso bereichernder. Viele Tiere vom Meerschweinchen bis zum Lama, Obst, Gemüse, Kleidung und sonstiges Allerlei sowie bunt in schöner Tracht gekleidete Frauen mit Hut, Fransenstola und Samtröckchen sowie Pumps schauen wir gerne an.

Beim Bananeneinkauf auf der Straße fangen wir uns eine Kakerlake ein, die Karin nur durch Zufall hinter der Duschlampe hervorblinzeln sieht. Dann bricht natürlich der Stress aus, bis sie endlich unschädlich gemacht ist. Hoffentlich war das die Einzige … es wäre schlimm, wenn wir im Innenraum diese Plagegeister hätten.

In Banos, einer recht touristischen Stadt in wunderschöner Landschaft, schon auf dem Weg ins Amazonas-Tiefland, schaukeln und wandern wir…. Und genießen dabei Ausblicke auf den Vulkan Tungurahua – dem höchsten aktiven Vulkan weltweit der seine letzten großen Ausbrüche 1999 und 2006 hatte. Unser Übernachtungsplatz ist das Restaurant und Hotel Chamanapamba, das sehr idyllisch in einem Seitental liegt, mit eigenem Wasserfall.

Danach geht es an zahlreichen Wasserfällen und Kakaoplantagen sowie -produzenten in das Amazonas-Tiefland. Kaum haben wir uns an die Höhe erneut gewöhnt, geht es schon wieder in die heiße Schwüle.

Das faszinierende an Ecuador ist, dass man auf kleinsten Raum in hoher Vielfalt alles sehen kann: karibische Küsten, authentisches Hochland mit der höchsten weltweiten Vulkan-Dichte und tropischen Amazonas-Dschungel. Ein völlig unterbewertetes Urlaubsland, unseres Erachtens.

Ein Kommentar

  1. Very nice to read your positive comments on our wonderfull Ecuador

    Hans & Rita van den Heuvel

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