2017ChileLandschaftenSüdamerika

Die chilenische Seenplatte mit Ihren Vulkanen

Von den chilenischen Anden mit ihren Kaltregenwäldern fahren wir ans Meer in die quirlige Hafenstadt Valdivia – plötzlich sind wir wieder unter Menschen, haben Ampeln und müssen einen zentralen, aber für Shujaa’s Abmessungen passenden Parkplatz finden. Wir sind leicht gestresst und uns kommt das alles total komisch und fremd vor – so schnell kann man entschleunigen und sich an die Natur gewöhnen. Am Hafen kaufen wir frischen Fisch und leckere Cevice, die Zeit des Fleischessens ist für die nächste Zeit erst einmal vorbei. Der Fischverkäufer hat einen Stammkunden, der hinter ihm sitzt: einen circa 3 Tonnen schweren Seelöwen, dankbar für jeden Fischabfall, der regelmäßig in seine Richtung geflogen kommt. Pelikane schmarotzen auch entsprechend.

Nach durchaus herausfordernder Beschaffung einer chilenischen Mobilfunk-/Internetkarte machen wir uns auf zum Lago Llanguihue, dem drittgrößten See in Südamerika und schlagen unser Nachtlager an einem traumhaften Strand mit direktem Blick auf den Vulkan Osorno in der Nähe des Örtchens Puerto Oktay – einem von deutschen Einwanderern vor circa 150 Jahren gegründeten Ort. Hier gibt es ein Hotel „Haase“, „Kuchen“, eine „Bäckerei“ etc. Die Landschaft ist zauberhaft, sehr grün, mit Wiesen, Kühen, sanften Hügeln und schönen Wäldern – alles sieht aus wie im Allgäu, also kein Wunder dass sich hier viele deutsche Einwanderer niedergelassen haben.

Wir fahren zum Vulkan Osorno und erleben bei der Fahrt auf die, auf 1.200 Höhenmeter gelegene, Skistation innerhalb von 20 Minuten alle Vegetationsstufen: Kaltregenwald, Strauchsavanne und dann Vulkan-Geröll mit Schneefeldern – faszinierend. Im ältesten Nationalpark Chiles, Vincente Perez Rosales, erleben wir erneut schöne Wasserfälle. Am Abend geht es weiter nach Puerto Varas, Karin’s Optimierungs-Gen nach einem tollen Restaurant zu suchen macht sich bezahlt – wir essen traumhaften Fisch…. Und Shujaa steht nur 10 Meter entfernt in einer Parkbucht, so nah und einfach sind wir noch nie nach einem Restaurantbesuch mit hervorragendem Weinkonsum ins Bett gefallen.

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